Ziel erreicht: BI zum Schutz der Rißneiquellen bedankt sich bei Unterstützern

Rückblick in das Jahr 2013: Anlässlich der geplanten Windenergieanlagen (WEA), im und am Rande des Wasserschutzgebietes der Rißneiquellen, hatten sich Ende 2013 besorgte Bürger in einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen. Vorangegangen waren Diskussionen in verschiedenen öffentlichen Ratssitzungen und zahlreiche Leserbriefe besorgter Bürger in den Printmedien.

Um die Interessen der Bürgerschaft an Politik, Verwaltung und Investoren zu kanalisieren wurde aus der ursprünglichen Interessengemeinschaft eine Bürgerinitiative gegründet. Dank zahlreicher Unterstützer war es möglich zu informieren, aufzuklären und aufzudecken.

Daher ist die Bürgerinitiative außerordentlicher dankbar für alle Unterstützer in den vergangenen Jahren, die auf vielfältige Weise geholfen haben. Es gab Menschen mit großer und kleiner Hilfestellung, mit tatkräftiger Beteiligung, mit finanzieller Unterstützung, Menschen mit viel Mut und Ideenreichtum!

Deswegen möchten sich die BI bei allen Aktiven die Leserbriefe geschrieben haben, Informationsblätter erstellt und verteilt haben, Unterschriftenlisten ausgelegt und übergeben haben, sich mit Unterschriften beteiligt sowie die Website bereitgestellt und gepflegt haben, bedanken.

Danke auch an diejenigen, die eine fachlich fundierte Petition an Landtag verfasst, umfangreiche Schreiben an das EU Parlament erstellt haben.

Danke auch an die „Waffelbäcker“, die samstags wochenlang Waffeln verkauft haben, um das anwaltliche Gutachten mitzufinanzieren.

Danke an den BUND, der am Tag des Wassers 2014 intensiv unterstützt hat.

Nur durch die vielen Aktionen und Schreiben, dem sachlichen Dialog mit Politik und Verwaltung, konnte dieser Erfolg erreicht werden. Im Ergebnis erzielte die Stadt Rüthen eine Einigung mit der neuen Betreibergesellschaft, die ganz im Sinne der Bürgerschaft ist, keine WEA-Anlagen im Wasserschutzgebiet der Zone II zu bauen.

Projekt Güllebehälter am Wasserschutzgebiet: Nehmen die verantwortlichen Entscheider bewusst Risiken in Kauf?

Mit großer Besorgnis sieht die Bürgerinitiative zum Schutz der Rißneiquellen das Projekt eines geplanten Güllebehälters am sensiblen Wasserschutzgebiet. Die örtlichen Fraktionen und die Verwaltung in Rüthen haben bereits ihre Ablehnung zum Bauvorhaben geäußert und das gemeindliche Einvernehmen nicht erteilt.

Die zuständige Genehmigungsbehörde, der Kreis Soest, hat nun keine weiteren Bedenken geäußert. An dieser Stelle fragen sich die Bürger zurecht, warum ist an einem Wasserschutzgebiet solch ein Projekt überhaupt genehmigungsfähig? Werden Risiken bewusst in kauf genommen? Schließlich soll die Importgülle auch auf den Flächen des Wasserschutzgebietes ausgebracht werden.

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Probebohrung im Rißneital: Windkraft-Investor lässt Gutachten erstellen

Quelle: Der Patriot, vom 5.8.2015

Quelle: Der Patriot vom 5.8.2015

Der Kreis Soest hat vier Probebohrungen im Wasserschutzgebiet Rißneital genehmigt. Hintergrund: Die Investoren, die dort den Bau von drei Windkraftanlagen beabsichtigen, haben über ein Büro die Erstellung eines hydrogeologischen Gutachtens in Auftrag gegeben. Wie Michael Joswig, Leiter der Bauaufsicht des Kreises Soest, bestätigte, soll ein Grundwasserprofil erstellt werden. „Damit ist nicht gesagt, dass die Anlagen gebaut werden dürfen“, betont Joswig. Es gehe darum, über die Dauer von ein bis zwei Jahren festzustellen, wo und in welchen Tiefen das Grundwasser fließt. Das Gutachten habe nicht den Stellenwert eines Präjudiz, also eines Vorentscheids. Soll heißen: Selbst wenn laut Gutachtern von den Windrädern keine Gefahr für das Trinkwasser ausgehe, bedeute das noch nicht, dass der Kreis Soest eine Baugenehmigung erteile.

Die Absicht des Investors, der Windenergie Ettingerhof GbR, im Wasserschutzgebiet Windkraftanlagen zu errichten, ist umstritten. Die Bürgerinitiative zum Schutz der Rißneiquellen hatte im November 2013 eine Unterschriftenliste im Kreishaus übergeben. „Der Antrag auf Probebohrung hat aber mit dem Genehmigungsverfahren nichts zu tun. Wir sind also nicht prozessbeteiligt“, erklärt Jens Dumschat von der Bürgerinitiative auf Nachfrage der Redaktion. Wohl aber sei er informiert über den Antrag. „Wir haben die Probebohrungen zwar intern kritisiert, aber uns sind die Hände gebunden.“ Die Bürgerinitiative werde sich wieder einmischen, wenn es in die nächste Runde des Genehmigungsverfahrens gehe. Man hätte es bevorzugt, wenn die Stadt seinerzeit selbst ein hydrogeologisches Gutachten in Auftrag gegeben hätte, allerdings habe der Rat das abgelehnt.

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Großartiger Zuspruch: Fast 70 Teilnehmer beim Tag des Wassers mit BUND und BI Rüthen


Gemeinsam trafen sich am 22. März zahlreiche Bürger mit Vertretern des BUND – OG Lörmecketal und der BI Rüthen zum „Tag des Wassers“. Fast 70 Teilnehmer waren der gemeinsamen Einladung zum Aktionstag gefolgt – auch politische Vertreter fanden den Weg zum Wasserturm an die Stadtmauer. Unter fachkundiger Anleitung von Theo Henneböhl hatten die Gäste die Möglichkeit, nicht nur einen Blick in das Rüthener Wahrzeichen zu werfen, sondern konnten auch aus der Vogelperspektive die Schönheit der Umgebung in Augenschein zu nehmen.

Neben zahlreichen Informationen rund um Aktionstag und das unersetzliche Lebensmittel Trinkwasser, informierte die Bürgerinitiative über das Gefährdungspotenzial der geplanten WEA-Anlagen im Wasserschutzgebiet. Nach einer Wanderung entlang der Rißnei, hatten die Teilnehmer die Möglichkeit die Quellen direkt in Augenschein zu nehmen. Die geologische Struktur dieses sensiblen Ökosystems ist nicht zu unterschätzen. Das Areal rund um das Wasserschutzgebiet ist als Erdfallgebiet klassifiziert und bedeutet, dass der zerklüftete Kalkstein ein guter Leiter für Oberflächenwasser ist. Im Fall einer Havarie würden Gefahrenstoffe zügig in den Bereich der Quelle gelangen können. Gleichzeitig ist der Untergrund für große Bauwerke sehr schwierig, sodass die Tragfähigkeit des Untergrundes schwer einschätzbar ist.

Die Gefahren für einen Betrieb von Windkraftanlagen würden nicht nur während des Betriebs, sondern bereits bei der Errichtung der Bauwerke bestehen. Dass die Sorgen der BI berechtigt sind, zeigen auch die eingereichten Genehmigungsunterlagen, die in den beigefügten Gutachten keine Standsicherheit der  geplanten WEAs nachweisen können.

Um die Unsicherheiten der geologischen Problematik genauer untersuchen zu können, möchte die Bürgerinitiative den Tag des Wassers als Start für eine neue Unterschriftenaktion nutzen. Mit möglichst vielen Unterschriften sollen die Fraktionen im Rüthener Stadtrat aufgefordert werden, einen Antrag an die Stadtwerke Rüthen zu formulieren. Der Antrag fordert notwendige Gutachten zur Einschätzung der hydrogeologischen Sachlage, außerdem sollen die Stadtwerke aufgefordert werden bei Bedarf den Klageweg zu beschreiten.

BUND und Bürgerinitiative begehen „Tag des Wassers“

LOGO-BUND-LoermeckeDer 22. März eines jeden Jahres wurde im Dezember 1992 in einer Resolution von den Vereinten Nationen zum Tag des Wassers erklärt. Sinn dieses Tages ist es, sich mit der Bedeutung des Wassers auseinanderzusetzen. Wasser ist das wichtigste Lebensmittel und es ist nicht als selbstverständlich anzusehen.

So verfügen 1,2 Milliarden Menschen über keinen Zugang zu sauberem Wasser. Alle Organisationen, die wasserwirtschaftliche Aufgaben erfüllen oder zum Schutz der Gewässer beitragen können, sind aufgefordert, die Öffentlichkeit auf den besonderen Wert sauberen Trinkwassers aufmerksam zu machen.

Der BUND – Ortsgruppe Lörmecketal und die Bürgerinitiative Rüthen nehmen diese Tag zum Anlass, um gemeinsam auf den hohen Stellenwert von unserem Trinkwasser hinzuweisen.

Treffpunkt:
14:00 Uhr am Wasserturm Rüthen

  • Begrüßung und Informationen über das Gefahrenpotential für das Grundwasser in der Region durch die BUND OG Lörmecketal.
  • Besichtigung des Wasserturms mit Zahlen und Fakten über die Zusammenhänge der Wasserversorgung in der Stadt Rüthen unter fachkundiger Leitung von Theo Henneböhl, Wassermeister der Stadtwerke Rüthen.
  • Wanderung zu den Rißneuquellen mit Erläuterungen von der Bürgerinitiative über das Wasserschutzgebiet der „Rißneiquelle“ und  das Gefährdungspotenzial für die Trinkwassergewinnung im Quellgebiet
  • Kaffeetrinken in der nahegelegenen SGV-Hütte. (Bei Bedarf steht ein Fahrdienst von der SGV-Hütte in die Stadt zur Verfügung.)

Es sind alle interessierten Bürger herzlich eingeladen an der Veranstaltung teilzunehmen.
Die Teilnahme am Programm ist kostenlos –
gerne nehmen die Veranstalter spenden zur Deckung der Unkosten entgegen.

Bürgerinitiative Rüthen backte Waffeln und informierte

Die Bürgerinitiative  Rüthen beim Waffelbacken im EDEKA Buschkühle am Samstag.

Die Bürgerinitiative Rüthen beim Waffelbacken im EDEKA Buschkühle am letzten Samstag.

Am vergangenen Samstag war die Bürgerinitiative zum Schutz der Rißneiquellen erstmals im Edeka Buschkühle Rüthen, um selbstgebackene Waffeln zu verkaufen und Spenden zu sammeln. Bereits bei der letzten Informationsveranstaltung in der Hachtorstube wurde die Aktion angekündigt. Zahlreiche Bürger der Großgemeinde nutzten die Gelegenheit, um sich über die Arbeit der BI auf den aktuellen Stand zu bringen. Noch steht das Vorhaben am Anfang eines langen Genehmigungsverfahrens, das die BI sachkundig begleiten möchte. Auch haben sich wieder Bürger in die Unterstützerliste eingetragen. Gerne können auch Sie die Bürgerintitiative mit Ihrem Namen unterstützen. Schreiben Sie dazu einfach eine formlose E-Mail an info@buergerintitative-ruethen.de und wir setzen Ihren Namen auf unsere Unterstützerliste und halten Sie per E-Mail auf dem Laufenden. Viele helfende Hände haben dazu beigetragen, dass dieser Tag ein voller Erfolg für die Beteiligten wurde. Der gesamte Erlös wird benötigt, um die Auslagen für Gutachten und externe Dienstleistungen zu decken.

Rechtsgutachter der BI benennt Versäumnisse

In einer weiteren Bürgerveranstaltung informierte die Bürgerinitiative zum Schutz der Rißneiquellen die Bevölkerung über die Aktivitäten der letzten Wochen. Schwerpunkt der Ausführungen war das Rechtsgutachten, das von dem beauftragten Anwalt der Bürgerinitiative, Dr. Andre Unland aus Münster an die Entscheidungsbehörde in Soest geschickt wurde. Der Fachanwalt formuliert in seinen Ausführungen zahlreiche Bedenken und Versäumnisse und benennt auch Unsicherheiten in Bezug auf die Standsicherheit der geplanten Anlagen – nicht nur im Wasserschutzgebiet.

In seiner ausführlichen Stellungnahme kommt der Fachanwalt aus Münster zu dem eindeutigen Schluss, die Genehmigungsfähigkeit der Windkraftanlagen in Frage zu stellen. Er bemängelt außerdem, dass bis zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt wurde und dies für die geplanten Windpark zwingend erforderlich sei. Zum anderen kritisiert der Jurist, dass die Antragsunterlagen der Betreiber in sich widersprüchlich seien. So hat er Diskrepanzen zwischen der Kurzfassung und den zugrunde liegenden ausführlichen Gutachten festgestellt und detailliert aufgezeigt. So wurde z.B. in der Kurzbeschreibung der Anlagen von 60 l Getriebeöl gesprochen, tatsächlich liegt die bevorratete Menge in den vorgesehenen WEA bei  rund 600 Litern.
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Waffelbacken bei Buschkühle

am 25. Januar ist die Bürgerinitiative zum Waffelbacken bei Buschkühle. Alle Überschüsse sollen zur Deckung der anfallenden Unkosten verwendet werden.

Gleichzeitig besteht die Möglichkeiten mit den Unterstützern ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen. Gerne nehmen wir auch Spenden vor Ort entgegen.

Infoveranstaltung: 20.1.2014 – Hachtorstuben

Auch wenn die zu erwartende Ausnahmegenehmigung zur Errichtung von Windkraftanlagen im Wasserschutzgebiet bislang noch nicht beim Kreis eingegangen ist, war die Bürgerinitiative zum Schutz der Rißneiquellen in der letzten Zeit nicht untätig und möchte die Bevölkerung in einer weiteren Infoveranstaltung über die bisherigen Aktivitäten informieren. Diese  findet am Montag, dem 20.1. um 19.30 Uhr in der Hachtorstube statt.

In Sachen Windkraftanlagen haben sich Vertreter der Bürgerinitiative vor Weihnachten mit dem Bürgermeister und Vertretern der Ratsfraktionen getroffen. Daraufhin wurde gemeinsam mit Dr. Fehlbier, dem Leiter der Stadtwerke, das Gespräch mit Dr. Joest von dem Arbeitskreis Biologischer Umweltschutz (ABU) gesucht, denn er begleitet das Verfahren  aus Sicht des Natur- und Vogelschutzes.

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